Gambia und Senegal
(16.03. - 04.04.2026)
Zum dritten Mal in Westafrika - und wieder hatten wir unvergessliche Erlebnisse mit unseren Freunden und natürlich auch mit unserer gambischen Familie. Diesmal ging es auch für ein paar Tage ins Nachbarland, einzigartige Abenteuer inklusive!
Montag, 16.03.2026
Wir landen sehr pünktlich in Yundum, auch die Einreiseprozedur geht schnell - aber auf das Gepäck warten wir gefühlt eine halbe Ewigkeit... Buba erwartet uns schon und über den neuen Highway sind wir zügig in Kololi. Von Lamin und Diane werden wir herzlich begrüßt und in "unser" Round House (wir haben wieder das gleiche wie bei den ersten beiden Aufenthalten) gebracht. Mit einer Flasche Wein kommen wir so richtig an. Es ist einfach schön, wieder hier zu sein!
Mit einem Klick auf das erste Foto geht es zurück nach Brüssel.
Dienstag, 17.03.2026
Zuerst mal genießen wir in Ruhe Dianes "großes" Frühstück, das reicht uns locker für den Tag bis zum Abendessen. Danach wird alles ausgepackt.
Fatou hat sich heute (wegen unserer Ankunft) den Tag frei genommen und kommt um 11 Uhr, um uns abzuholen. Bei der Begrüßung halten wir uns lange einfach nur fest... Dann fahren wir nach Sukuta, wo die Umarmungen mit den Kindern und Grandma* weitergehen. Wir freuen uns besonders, dass die Oma wieder richtig fit ist, sie war vor ein paar Monaten schwer krank.
Im Haus bekommen alle (bis auf Papis, der noch in der Arbeit ist) ihre mitgebrachten Geschenke - und alle sind ganz offensichtlich richtig happy darüber. Zu unserer Überraschung singen Ara und Aisha für uns beide selbst geschriebene Lieder, inklusive Choreographie*. Wir sind sehr berührt, dass sie uns auf diese ganz besondere Weise ihre Liebe zeigen.
Den Rest des Tages verbringen wir mit Unterhaltungen, Spielen mit den Kindern und Kochen. Als Papis nach Hause kommt, freut auch er sich darüber, dass wir da sind und natürlich auch über sein Mitbringsel.
Nach Sonnenuntergang wird gemeinsam das Fasten gebrochen, noch ist ja Ramadan*. Nach dem Essen bringen Fatou und Papis uns - mit einem Einkaufsstopp beim "Cash & Carry" - zurück zur Lodge. Mit einem Bier auf unserer Terrasse lassen wir diesen entspannten und doch so besonderen Tag ausklingen.
Mittwoch, 18.03.2026
Nach dem Frühstück kläre ich mit Fatou, wann sie uns heute holen wird, sie will gegen 18 Uhr da sein.
So haben wir genug Zeit, um (mit Lamins Unterstützung) alles für meine Geburtstagsparty nächste Woche klar zu machen. Verglichen mit unseren bisherigen Erfahrungen ist es zwar teuer (umgerechnet gut 1.000 €), aber angesichts der wunderschönen Location* beschließen wir, es doch dort zu machen. Mit dem Taxi fahren wir noch zum Supermarkt, so müssen wir nicht schleppen...
Zum Mittagessen gibt es ein paar von Papis' Orangen, danach machen wir uns auf den Weg zum Strand. "Captain" Lamin, der Chef, begrüßt uns wie alte Freunde, sobald das Zehnerl gefallen ist und er uns wieder erkennt. Er lässt es sich auch nicht nehmen, bei uns zu sitzen, während wir ein Bier trinken, und mit uns zu plaudern.
Zurück in der Lodge ist dann erst mal Relaxen angesagt. Und dann erfahren wir mal wieder, wie unvorhersehbar das Leben in Afrika sein kann... Erst schreibt Fatou, dass sie uns nicht holen wird, weil daheim Chaos herrscht - die Kinder sind auf die Idee gekommen, Couch und Sessel zu reinigen! Sie will uns das Essen aber bringen und lässt sich davon auch nicht abhalten. Also warten wir - aber die nächsten gut 2 Stunden tut sich gar nichts. Erst kurz vor 20:30 Uhr kommen Fatou, Papis und Aisha mit dem Essen. Wir erfahren, dass überraschend Besucher aufgetaucht sind und Fatou noch mal kochen musste. Wegen des schlechten Netzes konnte sie es uns aber nicht schreiben... Dafür schmeckt das Hühnchen aber hervorragend!
Nach dem Essen würfeln wir zum Abschluss des Tages noch ein bisschen.
Donnerstag, 19.03.2026
Vor dem Frühstück ist wie immer Zeit für die "Buchhaltung". Ich schicke Buba, Musa und Lamin die Einladungen zur Geburtstagsparty und freue mich, dass Musa und Lamin auch direkt zusagen.
Nachdem Fatou uns mitgeteilt hat, dass der Schneider erst abends Zeit für uns hat, beschließen wir, heute mal etwas zu unternehmen. Der "Monkey Park" ist da ein - im Sinn des Wortes - nahe liegendes Ziel. Also packen wir alles zusammen und machen uns auf den Weg.
Am Anfang sehen wir wie erwartet hauptsächlich Affen und Touristen, aber es wird bald ruhiger. Und dann sehen wir einige Vögel, darunter Opalracken, Paradiesschnäpper und am Ende noch zwei Palmgeier. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Um abends flexibel zu sein, wollen wir anschließend einen gambischen Lunch* essen - aber alle in Frage kommenden Lokale am Weg haben geschlossen und Maryama, die geniale Straßenköchin, ist auch nicht da - vielleicht wegen Ramadan... Am Ende landen wir wieder beim "Captain" - und der organisiert für uns Fish Yassa*. Es schmeckt schärfer als bei Fatou oder bei mir, aber hervorragend!
Zurück in der Lodge warten wir auf Nachricht von Fatou und relaxen. Gegen Abend schreibt Fatou, dass sie unsere Festgewänder direkt holt und herkommt, damit wir sie anprobieren können. Sie sind einfach überwältigend schön! Mein Kleid ist zu lang und Christians Hose am Bund zu weit, aber das richtet der Schneider bis morgen. Wir sind hin und weg von dem edlen, elfenbeinfarbenen Stoff und den wunderbaren Applikationen*.
Freitag, 20.03.2026
Der Tag beginnt entspannt mit Dianes gutem Frühstück. Kurz nach 11 Uhr ist dann Papis mit den Jungs und unserer Festtagskleidung da.
In Sukuta ist Fatou noch am Kochen, es gibt Rinder-Benachin*. Ara macht mir ein tolles Henna*-Tattoo*, das mich noch einige Zeit an den heutigen Tag erinnern wird.
Sobald das Essen fertig ist, ziehen sich auch Fatou und die Mädchen um. Das sind tolle Familienfotos (aus bekannten Gründen aber nicht hier zu sehen)! Anschließend wird gemeinsam gegessen.
Nach dem Essen lassen wir unsere Lieben erst mal puzzeln - aber das ist ohne große Erfahrung und ohne Vorlage (die hab nämlich ich) wirklich schwierig. Nach einiger Zeit beschließen wir, sie über unser Geschenk aufzuklären. Ihre Reaktionen zeigen uns, dass mit der (innerhalb der Familie etwas aufgeteilten) Reise in den bayerischen Winter für sie buchstäblich ein Traum wahr wird.
Wir unterhalten uns noch einige Zeit, dann bringt Fatou uns zurück nach Kololi. Wir packen noch alles für die nächsten Tage zusammen, würfeln ein bisschen und gehen bald ins Bett, morgen müssen wir ja früh raus.
Samstag, 21.03.2026
Ebro ist pünktlich um 5 Uhr da und es geht ohne Probleme nach Banjul. Dort ist an der Fähre so viel los, dass wir erst die zweite des Tages erwischen, aber wir haben ja genug Spielraum. In Barra gibt es im Markt für uns ein Frühstück und für unseren Enkel eine coole Kombi für den Sommer.
Auch bis zur senegalesischen Grenze geht alles glatt, was aber dann auf den paar Kilometern bis Fathala alles kontrolliert wird, ist schon ziemlich krass! Vor allem wollen die Beamten wieder und wieder die Autopapiere sehen - zum Glück hat Ebro alles beisammen, sonst müssten wir zurück zur Grenze und das Ganze würde von vorne beginnen...
Am Eingang zum Wildpark sehen wir, dass der zu hat - zweiter Tag des Zuckerfestes* heißt im Senegal, dass fast nichts mehr geht... Also ändern wir unser Programm! Fathala wird auf morgen verschoben, jetzt fahren wir in die Nähe von Toubakouta und unternehmen gleich unseren ersten Birdwalk*. Wir sind im ersten Teil im Buschland und im zweiten am Rand der Mangroven* unterwegs. Wir sehen viele Vögel, darunter auch ein paar, die wir noch nie gesehen haben.
Anschließend fahren wir ins Hotel "Keur Saloum", wo unsere Zimmer noch nicht ganz fertig sind, wir aber schon im Restaurant etwas trinken und eine Kleinigkeit essen können. Wir haben auch hier ein Round House, das aber etwas mehr auf Touristen zugeschnitten ist als in der "Mandinka Lodge".
Am Nachmittag gehen wir zur Anlegestelle in der Nähe des Hotels, wo unsere Bootstour startet. Mit an Bord sind außer uns beiden und Ebro noch drei französische Vogelbeobachter und ihr (wie Ebro) professioneller Guide*. Diese Tour ist wirklich toll, keine "Touri-Runde", sondern eine echte Beobachtungs- und Späh-Tour! Wir sehen einige interessante Vögel, über die auch die beiden Guides sehr erfreut sind, weil sie selten zu sehen sind. Nach gut 3 1/2 Stunden sind wir zurück an der Anlegestelle.
Im Hotel gibt's erst ein Bier, dann eine Dusche und dann das (sehr leckere) Abendessen - ein toller Tag! Alt werden wir aber heute nicht, es war auch ein langer Tag.
Sonntag, 22.03.2026
Mein Tag beginnt um 3 Uhr früh damit, dass ich das komplette Abendessen auf die unschöne Art und Weise von mir gebe... So fühle ich mich für Safari und Löwen eindeutig zu schwach. Also neue Planänderung! Fathala machen wir morgen auf dem Rückweg, der Rest des heutigen Tages (Birdwalk plus Insel der Schwalbenschwanzaare) bleibt, wenn ich mich bis Mittag weit genug erholt habe.
So haben wir alle einen entspannten Vormittag, ich kann auch ein bisschen was frühstücken, wir gehen an den Pool und ich fühle mich zusehends besser.
Um 15 Uhr starten wir, um mit einem hiesigen Kollegen von Ebro auf Birdwalk in der trockenen Savanne bei Kaolak zu gehen. Hier sehen wir natürlich wieder ganz andere Vögel, auch diverse "neue". Anschließend fahren wir ans Wasser und werden mit einem ziemlich undichten Kahn zur (zum Glück nicht weit entfernten) Insel geschippert. Auf der Insel, wo sich eigentlich jeden Tag die seltenen Schwalbenschwanz-aare zum Schlafen einfinden, ist viel Grasland mit einzelnen Bäumen. Wir sehen einen Gabar-Habicht, aber die Aare leider nur fliegend in einiger Entfernung. Wir machen uns auf den Rückweg zum Boot und sehen noch einen Trupp Zwergflamingos.
Danach geht's zurück ins Hotel und zum Abendessen. Ich bin schon ziemlich fertig, bald danach geht's ins Bett.
Montag, 23.03.2026
Schon vor dem Frühstück packen wir alles zusammen, so dass wir danach nur noch alles holen und auschecken müssen.
Zügig geht es nach Fathala, wo wir erst mal auf den Spaziergang mit den Löwen warten. Während dieser Zeit sehen wir auf einmal ein gewaltiges Breitmaulnashorn ganz in der Nähe - eigentlich außerhalb des Parks... "Kevin", so heißt der riesige Bulle, ist mal wieder dort unterwegs, wo er eigentlich nicht sein sollte...
Um 9:30 Uhr werden wir zu unserem "Lion Walk" abgeholt und mit kräftigen Stecken ausgerüstet. Wir werden von zwei weiteren Rangern* und den Löwen Cris und Lesi erwartet. Nach ein paar Fotos mit den ruhenden Katzen (und mit deutlich weniger Abstand als erwartet) gehen wir los. Wir müssen aufpassen, dass wir den beiden nicht auf ihre (riesigen) Pfoten treten, wenn sie zwischendurch auf einmal stehen bleiben, so nah gehen wir hinter ihnen her. Plötzlich taucht Kevin auf der anderen Seite des Zauns zum Löwenareal auf - und Lesi wird von jetzt auf gleich von einer entspannten Mieze zur aufmerksamen Königin der Wildnis, ihre Instinkte sind auch nach 10 Jahren Menschenkontakt da. Unsere Ranger sagen uns, dass wir den Marsch jetzt abbrechen müssen, das Risiko ist nicht kalkulierbar. Schade, aber wir verstehen es natürlich!
Anschließend geht es auf Safari, wir drei und eine Rangerin. Wir sehen in den gut 1 1/2 Stunden alle Tiere, die es im Park gibt - was nicht immer so einfach ist, wie man vermuten könnte. Zwischendurch hat unser Fahrzeug einen Plattfuß, aber der Reifenwechsel geht routiniert über die staubige Bühne. Besonders gefällt uns die Giraffenfamilie mit dem einmonatigen Kalb und dem mächtigen Bullen. Und am Ende der Runde ist auch Kevin wieder da, wo er hingehört... Es sind alles in allem unvergessliche Eindrücke!
Nach einem Bier machen wir uns auf den Weg Richtung Gambia, jetzt gibt es auch nicht mehr so viele Kontrollen. Allerdings herrscht in Barra Chaos (mit allem Drum und Dran, von Straßensperren bis Scharfschützen) wegen des Besuchs des Präsidenten zur Inbetriebnahme eines neuen Schiffes im Fährbetrieb. Das bringt uns über 6 Stunden Wartezeit ein... Wir sind heilfroh, als wir endlich auf dem Schiff sind!
Um 22:15 Uhr erreichen wir erschöpft, aber voller Eindrücke die "Mandinka Lodge". Bei einem Bier lassen wir die letzten Tage noch mal Revue passieren.
Dienstag, 24.03.2026
Nach einem entspannten "Frühstück Nr. 3" geht es für mich erst mal an die "Buchhaltung" - ich hab ja einiges nachzuholen. Es stellt sich heraus, dass wir in den drei Tagen im Senegal über 20 "neue" Vogelarten gesehen haben...
Anschließend gehen wir zum Sportgeschäft, das nach dem Ramadan wieder offen hat, und kaufen dort zwei Fußbälle für Muhammed (die er aber nicht beide zusammen bekommen wird). Danach holen wir Dalasi*, die ersten gewechselten neigen sich ihrem Ende zu.
Bei einem Bier am Strand treffen wir zu unserer Freude Mas wieder, den wir seit unserem ersten Aufenthalt kennen, der letzte Woche aber krank war. Auch er freut sich offensichtlich über das Wiedersehen.
Am Nachmittag erfahre ich das Ergebnis der Betriebsratswahl (ich bin wieder im Gremium*), später holt uns Fatou ab und wir fahren nach Sukuta. Muhammed freut sich sehr über den ersten Fußball - vom zweiten ahnt er noch nichts. Wir schauen eine Doku über München an, erzählen von den Tagen im Senegal, essen zusammen und genießen die Zeit, bis Fatou uns zurück nach Kololi fährt.
Mittwoch, 25.03.2026
Heute fällt das Frühstück aus, eine Tasse Kaffee muss reichen. Um 7:45 Uhr steht Ebro vor dem Tor und holt uns zu unserem vereinbarten Birdwalk ab.
Wir fahren zur Kotu Bridge, die aber für Autos nicht mehr befahrbar ist - die neue wird nebenan schon gebaut. Durch die Bauarbeiten staut sich (zu) viel Wasser zurück, weil die Rohre unter der Baustelle zu klein sind und erst noch gegen größere getauscht werden müssen. Immerhin sind die Arbeiten dafür bereits im Gang, sonst würde die Natur weiterhin massiv beeinträchtigt werden.
Wir wandern zwischen Creek* und Feldern zum Golfplatz, sehen auf dem Weg auch schon zahlreiche Vögel, darunter auch ein paar "neue" Arten. Mit dem tollen Licht kann ich auch einige sehr schöne Fotos machen, es ist einfach die perfekte Tageszeit. Highlights sind für uns ein Riesenfischer, der voll in der Sonne sitzt, und eine Versammlung von mehr als 30 Spornkiebitzen.
Wir gehen auf der Straße zurück und Ebro bringt uns - unterbrochen von einem Einkaufsstopp - zurück zur Lodge.
In ihrer Mittagspause kommt Fatou vorbei und wir besprechen einige Dinge für die nächsten Tage. Jetzt ist auch Zeit für die "Buchhaltung" und für ein paar Karten. Spontan beschließen wir, dass Christian für die Party am Freitag noch ein neues afrikanisches Gewand braucht. Also gehen wir zum Schneider an der nächsten Ecke (der von unserem Auftauchen mehr als nur ein bisschen überrascht ist). Wir suchen einen Stoff aus und mein Schatz wird gründlich vermessen. Am Freitag früh ist alles fertig - und das für umgerechnet 30 €!
Abends gehen wir, da es das "City Food" nicht mehr gibt, ins "Spice Hub" zum Essen, es schmeckt fantastisch!
Mit Wein und Würfeln lassen wir anschließend den Tag ausklingen.
Donnerstag, 26.03.2026
Mein 60. Geburtstag beginnt für mich mit der "Buchhaltung" und dem Lesen der ersten Glückwünsche von daheim. Während ich auf unserer Terrasse sitze und schreibe, taucht Lamin mit pinken Luftballons auf, die er im Guavenbaum aufhängt. Um ihn nicht noch mehr in Verlegen-heit zu bringen, geh ich ins Haus, sobald ich mit dem Schreiben fertig bin. Als wir kurz vor dem Frühstück wieder raus gehen, hängt ein ganzes Dutzend Ballons zwischen Haus und Frühstückstisch...
Am Ende des Frühstücks kommen Diane und Lamin mit einer (von Christian bestellten) Flasche Champagner, zwei (von ihnen dazu organisierten) Cupcakes*, einem Ständchen, einer Glückwunschkarte und einem versilberten Bilderrahmen als Geschenk. Ich bin wirklich überrascht!
Nach einem Glas Champagner (der Rest kommt in den Kühlschrank) habe ich Zeit für ein paar Karten, bevor wir uns auf den Weg ins "Senegambia Hotel" machen. Nach der Geiershow trinken wir im Strandlokal des Hotels noch was und gehen dann zurück zur Lodge.
Die restliche Zeit, bis Fatou uns holt, entspannen wir hauptsächlich. Zum "Mittagessen" gibt es die Cupcakes und den restlichen Champagner. So lass ich mir das gefallen...
In Sukuta warten wir erst mal auf Papis, der eine Torte und das Abendessen mitbringt. Sogar an Kerzen (zum Glück nur zwei und keine 60!) haben unsere Lieben gedacht. Nach dem Essen, der Torte und dem (natürlich alkoholfreien) Fruchtsekt kommen die Kinder mit ihren Geschenken: Aisha schenkt mir eine kleine Tasse, eine Haarspange und ein Armband, Muhammed hat eine große Dose Eis gekauft (die heben wir für nächste Woche auf) und Babu übergibt mir eine Dose Kekse. Alles ist für sie ein Ausdruck von Luxus - und ich bin es ihnen wert, das zu bekommen... Aras Geschenk bekomme ich morgen auf der Party, sie ist noch nicht ganz fertig. Und dann kommt der große Augenblick - ich bekomme mein Kleid. Natürlich muss ich es sofort anprobieren, es passt perfekt! Und Farbe und Muster sind wunderschön! Zu meiner Überraschung kommt dann auch noch Grandma mit einem Geschenk, einer Kette, die sie mir auch sofort anlegt. Ich bin wirklich überwältigt! Diesen Geburtstag werde ich sicher nie vergessen!
Freitag, 27.03.2026
Der zweite "Feiertag" beginnt ganz entspannt mit "Buchhaltung" und Frühstück. Anschließend holen wir Christians Gewand beim Schneider ab, es passt perfekt. Ich bekomme auch noch ein farblich zu meinem Kleid passendes Tuch für einen Turban (und schaffe es dann auch, den alleine zu binden). Den Rest des Vormittags entspannen wir und ich schreibe ein paar Karten.
Als wir dann umgezogen sind, ist auch Musa schon da - da müssen ein paar Fotos einfach sein! Lamin hat ein Großtaxi bestellt, so dass wir fünf zusammen nach Bijilo fahren können.
Für uns ist eine große Tafel schön eingedeckt - aber wir sind in Afrika, es dauert also, bis alle Gäste da sind... Und alle tragen ihre traditionelle Kleidung, ein schönes Bild! Buba und seine Kinder haben als Geschenk noch eine Torte dabei, von Zaina und ihrer Familie bekomme ich ein paar Armbänder und von Ara eine selbst gehäkelte Tasche (das erste Stück, das sie selbst fertig gehäkelt hat). Dann gibt es den Lunch - ein Buffet mit Domoda*, Yassa und Benachin, es ist super lecker. Die Stimmung ist gelöst, alle haben viel Spaß. Später verteile ich noch die Torte, von der auch alle ein kleines Stück abbekommen.
Wegen des recht starken Winds wir es dann aber schnell kühl und ich kläre mit dem Personal, dass wir ins Restaurant umziehen können. Dort wird schnell alles umgebaut, so dass wir wieder an einer Tafel sitzen können. Abends gibt es dann Beef und Chicken Afra* und gegrillten Fisch mit verschiedenen Beilagen - auch das schmeckt allen hervorragend.
Bald danach verabschiedet sich Buba mit seinen Kindern, er möchte Sally (verständlicherweise) nicht so lange mit dem Baby alleine lassen. Der Aufbruch steckt an und eine Viertelstunde später sind nur noch wir fünf aus dem "Taxi nach Kololi" da. Christian bezahlt und wir fahren zurück.
Es war wieder eine sehr entspannte, unvergessliche Geburtsagsparty, die allen unseren Freunden und unserer Familie genau so gut gefallen hat wie uns. Wir lassen den Tag bei einem Glas Wein noch mal Revue passieren.
Samstag, 28.03.2026
Heute merke ich schon beim Tagebuch-Schreiben, dass kein Wind weht, was alles viel angenehmer macht. Wir lassen es heute sehr entspannt angehen, am Vormittag machen wir uns auf den Weg zum "Cash & Carry", um ein paar Getränke und Knabberzeug zu kaufen.
Kurz nach Mittag gehen wir zum Strand, trinken mit dem "Captain" ein Bier und entspannen dann auf den Liegen am Meer. Mit Mas besprechen wir die Einzelheiten für die Abschiedsparty am Donnerstag - unsere Freunde hier wollen für uns und unsere Familie eine Party mit Lagerfeuer und Abendessen organisieren...
Zurück in der Lodge richten wir schon mal das meiste für die nächsten Tage am Bintang Bolong her.
Abends gehen wir wieder ins "Spice Hub", essen wieder hervorragend und haben die Idee, unsere Familie am Dienstag zum Abendessen hierher einzuladen.
Mit Würfeln und einem Glas Wein lassen wir diesen Ruhetag entspannt ausklingen.
Sonntag, 29.03.2026
Buba ist wie erwartet pünktlich da, also geht es früh los Richtung Bintang Bolong. Auf der Fahrt ins Landesinnere wir es auch schnell heiß. Unterwegs läuft alles glatt, nur ein Drogenfahnder ist der Meinung, sich profilieren* zu müssen...
Wir sind kurz nach 11 Uhr in der "AbCa's Creek Lodge" und können auch schon in unser Wood House. Wir packen aus, dann gibt's eine Dusche und dann ein Bier und einen Snack am Creek. Wir freuen uns sehr, als Sirra kommt, die wir von unserem letzten Aufenthalt hier kennen und mit der wir in Verbindung geblieben sind. Es wird eine herzliche Begrüßung.
Später erleben wir eine Überraschung: an der Hütte am Steg bei den Mangroven tummelt sich ein ganzer Clan* Guinea-Paviane*! Wir erkundigen uns und erfahren, dass sie seit gut 1 1/2 Jahren fast jeden Tag hier durchziehen, auf dem Weg von einem Trockengebiet zu einem anderen. Die beeindruckenden, großen Affen hätten wir hier nie erwartet...
Beim Abendessen sehen wir dann auch noch Flughunde, die durch das Restaurant und die Bar fliegen - die sind uns vor zwei Jahren auch noch nicht aufgefallen... Als wir mit dem Essen fertig sind, kommt Sirra und schenkt uns getrocknete Grundlage für Baobab-Saft und Wonjo*, wir freuen uns sehr über diese Aufmerksamkeit.
Montag, 30.03.2026
Noch vor dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zu einem Birdwalk in der Umgebung der Lodge. Anfangs ist es bewölkt und das Licht entsprechend flach (also nicht wirklich gut für Fotos), aber wir sehen einige Laufvögel und Papageien und zu meiner Freude eine Dominikaner-Witwe - auch wenn ich sie nicht fotografieren kann.
Nach dem Frühstück heißt es dann erst mal den Staub abduschen und danach hauptsächlich: wenig bewegen und viel trinken. Aus der Entfernung sehen wir auch die Paviane wieder. Sie sind aber - vor allem im Vergleich zu den allgegenwärtigen Meerkatzen - scheu und haben eine große Fluchtdistanz.
Wir genießen die entspannte Zeit, unterhalten uns mit dem Staff* über die Arbeiten am Pool und dem zweiten Restaurant. Wenn wir - wie geplant - in zwei Jahren wieder hierher kommen, ist alles fertig. Insh'Allah*!
Selbst hier in der Anlage kann ich einige gute Fotos von Vögeln und Affen machen, es ist wirklich schön hier! Aber auch sehr heiß, heute haben wir 42° und die Aussichten sind ähnlich...
Dienstag, 31.03.2026
Heute bleiben wir im Bett, bis es Zeit fürs Frühstück ist. Einfach mal faul sein hat auch was...
Nach dem Frühstück packen wir ein und geben schon mal das Haus frei. Buba hat heute Vormittag eine Tour, er kann erst gegen Mittag an der Küste starten, wird also gegen 14:00 / 14:30 Uhr hier sein. Aber wir können die Zeit noch entspannt am Creek verbringen und genießen die Wärme - wir haben nämlich erfahren, dass daheim in Bayern der Winter gerade ein Comeback* feiert... Kurz vor 12:30 Uhr schreibt Buba, dass er auf dem Weg ist, zwei Stunden später ist er da und es geht zurück nach Kololi.
Zum Abendessen treffen wir uns heute mit der Familie im "Spice Hub". Alle suchen sich etwas nach ihrem Geschmack aus und allen schmeckt es. Für uns ist es kein großer Aufwand und es macht uns einfach Freude, sie alle so happy zu sehen.
Mittwoch, 01.04.2026
Vor dem Frühstück ist Zeit fürs Tagebuch. Danach haben wir genug Zeit, um alles herzurichten, was wir für den Besuch bei Bubas Familie brauchen. Buba kommt fast pünktlich und wir fahren zu seinem Haus. Sally und Fatima sind schon am Kochen, als wir ankommen.
Buba erzählt uns - teils haarsträubende - Geschichten über Saidou, den Guide, mit dem wir vor 4 Jahren die 2-Tages-Tour gemacht haben. Offenbar hat er sich nicht verändert, schon gar nicht zum Positiven... Buba macht jedenfalls keine Touren mehr mit ihm.
Natürlich bespreche ich mit Buba auch die Änderungen für seine Homapage, die mich dann nach unserer Rückkehr beschäftigen werden. Wir haben Spaß mit den Kindern, die beiden jüngeren Mädchen sind echte Energiebündel!
Nach dem Essen - es gibt Chicken Domoda - unterhalten wir uns noch einige Zeit, dann fährt Buba uns direkt zu Fatous Büro. Wir werden allen vorgestellt, auch der Chef empfängt uns. Anschließend fahren wir zusammen nach Sukuta, wir wollen ja auf jeden Fall Grandma noch mal sehen. Darauf müssen wir aber einige Zeit warten, weil die alte Dame auf eine (sehr) lange Wanderung gegangen ist... In der Zwischen-zeit genießen wir das, was die Kinder vom Eis (meinem Geburtstagsgeschenk) noch übrig gelassen haben.
Wir vereinbaren alles für morgen, dann verabschieden wir uns von Grandma und Fatou bringt uns zurück zur Lodge. Mit einem Bier lassen wir den Tag ausklingen.
Donnerstag, 02.04.2026
Unser letzter ganzer Tag in Gambia beginnt für mich (natürlich) wieder mit der "Buchhaltung". Nach dem Frühstück packen wir alles ein, was wir am Strand brauchen könnten. Bis die Kinder kommen, haben wir noch genug Zeit, um zu duschen und zu entspannen.
Als die vier eintreffen, machen wir uns zusammen auf den Weg ins "Tropic". Die nächsten gut 2 1/2 Stunden haben vor allem die Kinder ihren Spaß, bekommen zum Mittagessen Fast Food* - Pizza und Shawarma* - und danach ein Eis, außerdem können sie sich in der Game Zone* vergnügen.
Am Nachmittag gehen wir hinunter an den Strand, bekommen 4 Sonnenliegen und dazu ein paar Hocker / Tische und genießen die Wärme und die Zeit zusammen. Die Kinder dürfen reiten, spielen am Strand Fußball und Christian kauft den beiden Mädchen Armkettchen. Später bekommen alle noch frische Säfte.
Als auch Fatou und Papis schon da sind, geraten Mas und der "Captain" aneinander, weil ersterer zweiteren nicht über die für uns geplante Party informiert hat - und da bin ich mit dem "Captain" einer Meinung, dass das so nicht geht... Am Ende gibt Mas mir die für die Party besorgten Einkäufe und ich bitte darum, dass Lamin daraus ein Abendessen für uns alle zubereiten lässt. Und weil der uns ja auch sehr mag, wird daraus am Ende doch noch eine Party mit Lagerfeuer - nur vielleicht nicht so informell wie von Mas geplant (dafür aber wahrscheinlich mit besserem Essen). Und wir müssen ihm dafür nicht mal etwas zahlen (Getränke natürlich ausgenommen), er bittet uns nur um etwas Trinkgeld für seine Leute...
Nach dem Essen brechen Fatou und ihre Familie schnell auf, um es für die Kinder etwas leichter zu machen. Wir verteilen das Trinkgeld, bezahlen die Getränke und gehen zurück zur Lodge. Bei einem Glas Wein lassen wir die knapp 3 Wochen noch mal Revue passieren - wir haben viel erlebt...
Freitag, 03.04.2026
Ich beginne unseren letzten Tag natürlich mit dem Tagebuch und einem Kassensturz. Zum Abschluss gibt es heute noch mal das reichhaltige "Frühstück Nr. 3". Als ich nach dem Frühstück Diane um die Abrechnung bitte und frage, bis wann wir das Haus räumen sollen, sagt sie mir, dass wir bis zum Nachmittag drin bleiben können - das ist natürlich optimal.
Christian bezahlt unsere Extras und ich kann in Ruhe einpacken. Trotz der neuen Kleidung und der Geschenke bringe ich alles unter, auch die (auf die Schnelle noch besorgte) Tasche für unsere Freundin, die sich daheim um Pflanzen, Post usw. gekümmert hat. Heute ist es sehr heiß, so dass ich froh bin, zwischendurch Pausen machen zu können.
Buba ist dann überpünktlich da, so dass wir früh am Flughafen sind. Ein Teil der Zeitreserve geht aber dann dafür drauf, dass es offenbar zu schwierig ist, unsere Koffer gleich bis München durchzuchecken (was bisher immer einwandfrei funktioniert hat). Beim dritten Angestellten klappt es aber dann doch...
Wir haben noch Zeit für ein letztes "Goldfinch", dann geht's an Bord und unsere Zeit in Gambia ist endgültig vorbei.
Der Zwischenstopp in Dakar dauert heute länger als sonst, weil neben Tanken und Zusteigen der restlichen Passagiere auch ein Wechsel der Crew* durchgeführt wird. Da sind wir mal gespannt, wie viel Verspätung uns das einbringen wird!
Wir bekommen ein sehr leckeres Abendessen und können dahach auch recht gut schlafen.
Samstag, 04.04.2026
Wir bekommen im Flieger noch ein frühes und kleines Frühstück, bevor wir in Brüssel landen - und das tatsächlich mit nur 5 Minuten Verspätung. Security* und Passkontrolle gehen schnell, so dass wir mehr als genug Zeit für ein etwas ausgiebigeres Frühstück haben.
Wir suchen uns einen Platz, wo wir unsere Handys aufladen können, dort kann ich auch das Tagebuch aktualisieren.
Der Flug nach München vergeht ruhig, nur das Gepäck braucht eine Ewigkeit, bis es endlich kommt - aber wenigstens sind beide Koffer da und auch heil. Helmut musste ziemlich lange warten, aber er ist zum Glück die Geduld in Person. Obwohl wir uns so warm wie möglich angezogen haben, friert es uns - kein Wunder bei fast 25° Temperaturunterschied.














































